Wein
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Zum Wein kam ich bereits im zarten Alter von 16
Jahren. In unserer Familie wurde schon immer guter Wein getrunken und
darüber auch diskutiert. Das finde ich beim Weintrinken am wichtigsten.
Den Wein bewusst trinken und sich darüber Gedanken zu machen. Ist der
Wein Sortentypisch? Entspricht er dem Terroir? Ist er Jahrgangstypisch?
Ist er sorgfältig viniviziert? Nur das zählt. Es ist müssig ,einen
alten Bordeaux mit einem Zürcher Landwein zu vergleichen.
Ist Euch der Landwein zu sauer? Das wundert mich nicht. Ihr habt einen eigentlich hervorragenden Wein zu jung getrunken. Versucht einmal einen ca. zehnjährigen "Landwein". Ihr werdet feststellen, den "Landwein" gibt es schon lange nicht mehr. Ich habe schon viele reife Schweizer Weine, auch aus dem Weinland, vom Zürichsee oder der Bündner Herrschaft getrunken, die manchem bekannten Bordeaux oder Burgunder zumindest ebenbürtig waren. Ein absoluter Höhepunkt war ein zwanzigjähriger roter Dézaley 1976. Die vornehmste Aufgabe eines Weinhändlers ist die, die Leute an guten Wein heranzuführen. Wer sich mit dem verramschten Wein aus dem Grossverteiler begnügt, wird vielleicht zum Trinker, aber sicher nicht zum Weinkenner. Weine zu beurteilen erfordert dauerndes Training. Also trinkt Wein! Zudem ist ein mässiger, aber regelmässiger Konsum gesund. Wer mehr darüber wissen will, der schaue einmal hier herein. |
| Im Restaurant |
| Wein sollte man eigentlich zu Hause trinken. Man erspart
sich unter Umständen einigen Aerger.
Wie läuft so etwas ab? Der Gast bestellt einen Fechy oder Dôle. Weil das auch der Deutschschweizer aussprechen kann. Die Serviertochter oder der Kellner öffnet die Flasche und riecht am Korken und signalisiert damit "Fachkenntnis" und dass der Gast ja nicht zu reklamieren habe. Aergerlich, wenn auch gut gemeint ,wird jetzt das Glas geschwenkt und dem Gast hingestellt. Seiner Wichtigkeit in der Runde bewusst, riecht der Gast nun am Glas und nimmt einen Schluck um dann mit gewichtiger Mine und spitzem Mündchen die Probierpose einzunehmen. Ein gnädiges "ist recht" beschliesst den Vorgang. Was ist hier falsch? Hier komme ich zur Grundlage der |
| Degustation |
| Seinen Fechy oder Dôle will ich keinem streitig machen.
Man sollte aber auch einmal einen Wein bestellen, dessen Name man sich
nicht auszusprechen getraut. Der erste Schritt zum Weinkenner und somit
zum Weinliebhaber ist gemacht.
Zuerst riecht man am leeren Glas. Das Glas soll neutral riechen. Das ist nicht immer der Fall. Ein neues Glas zu verlangen bringt nichts, das Nächste kann auch behaftet sein. Besser man lässt es mit kaltem Wasser kurz ausspülen ohne abzutrocknen. Das Tuch ist oft die Ursache. Die Flasche wird entkorkt und dem Gast das Glas so gefüllt, dass sich der Inhalt nicht zu stark erwärmen kann. Also nicht zu wenig. Am Zapfen zu riechen bringt nichts und wirkt dem Gast gegenüber etwas respektlos. Alle Zapfen stinken. Man greift nun das Glas am Stiel und führt die Oeffnung zur Nase. Das heisst, man versenkt sein Riechorgan im Glas. Ganz unten am Rand und macht einen ersten Riech. Die leichten Duftstoffe die sich sofort lösten, geben jetzt einen ersten und vom zweiten Riechversuch unterschiedlichen Eindruck. Daher ist es schade, aber sicher gut gemeint, wenn das Glas vom Servierpersonal vorher geschwenkt wurde. Ein Teil des Gesamteindruckes geht verloren. Man schwenkt jetzt das Glas ganz beherzt und nimmt einen zweiten Riech. Jetzt kommen die schweren Duftstoffe zum Zug. Was für eine Welt tut sich auf. Hoffentlich hat er keinen Korkgeschmack. Denn nur der Korkgeschmack berechtigt den Gast, den Wein zurückzugeben. Und somit ist das Prozedere im Restaurant beendet. Den Wein im Gaumen weiter zu verkosten bringt hier nichts. Was dann folgt liegt im Risiko des Gastes. Selbstverständlich wird der Wein auch auf die Farbe und im Gaumen weiter geprüft. Sonst wäre die Degustation nicht vollständig. Für die Kaufbeurteilung im Restaurant ist das aber nicht zulässig. Wer mehr über das Degustieren erfahren will, der klicke hier. |